Egal, ob Sie den Blogbetreiber für eine ganze Woche vertreten oder nur einen Artikel für ihn verfassen: einige Dinge seien gut überlegt, bevor Sie sich ans Werk machen. Im Folgenden 6 Tipps, die aus Ihnen einen guten Gastblogger machen, den man gerne wieder engagiert.
1. Lernen Sie den Blog kennen – machen Sie Ihre Hausaufgaben und sehen Sie sich in dem Blog, für den Sie schreiben, ein bisschen um. Ihre Posts werden sowohl beim Blogger als auch seinen Lesern viel besser ankommen, wenn Sie sich, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, etwas Zeit nehmen und sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
• Wer sind meine Leser?
• Welchen Stil hat der Blogger, wie drückt er sich aus?
• Welcher Teilbereich des Themas wird normalerweise behandelt?
• Welche Posts erhalten die meisten Kommentare?
• Auf welcher Ebene bewegt sich der Blog allgemein?
• Welche ungeschriebenen Regeln gibt es im Blog?
Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf, wird es Ihnen viel leichter fallen, die Bedürfnisse Erwartungen der Leser und des Bloggers erfüllt.
2. Frischer Wind oder Stilbruch? – Als Gastblogger bewegen Sie sich gewissermaßen auf einem schmalen Grat, einerseits können Sie schreiben “wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist”, andererseits müssen Sie die ungeschriebenen Regeln des Blogs beachten.
Empfehlenswert ist, den eigenen Stil zu bewahren aber dennoch nicht eine völlig andere Richtung einzuschlagen, während der Blogger, den Sie vertreten, nicht da ist. Manche Leser haben vielleicht nichts gegen radikale Veränderungen, andere hingegen werden negativ darauf reagieren und der Blogger könnte bei seiner Rückkehr eine verärgerte Leserschaft antreffen.
3. Finden Sie die „Marktlücke“– einer der Gründe, warum Posts von Gastblogger einem Blog wirklich gut tun, ist, dass der Gastblogger andere Kenntnisse und Sichtweisen hat; er kann andere Aspekte behandeln und neue Fragen aufwerfen. Der Gastblogger soll etwas Einzigartiges und Neues zu den Diskussionsthemen beitragen können.
Als Gastblogger kann man sich bei seinen Lesern wirklich beliebt machen, wenn man deren Bedürfnisse erfüllt und Punkte anspricht, die bisher in dieser Form noch nicht behandelt wurden.
4. Promoten Sie sich – sprechen Sie mit dem Blogbesitzer ab, ob Sie - innerhalb gewisser Grenzen - Webung für sich selbst machen können. So können Sie einen Backlink zu Ihrem eigenen Blog oder RSS-Feed setzten, auf Ihre Seite linken oder einführend ein, zwei Sätze über sich selbst und das was Sie tun schreiben.
Eine andere Möglichkeit der Selbstpromotion ist, seine Erfahrungen zu teilen. Die meisten Blogleser erwarten guten Content, manche möchten aber auch Beziehungen aufbauen und etwas über die Person hinter den Zeilen erfahren. Das heißt nicht, dass Sie Ihre Lebensgeschichte erzählen sollen, aber Sie können ruhig Ihre Erlebnisse und Erfahrungen in Bezug auf das jeweilige Thema einfließen lassen.
Und schließlich gehört es auch zur Selbstpromotion, daran zu denken, was auf Ihrem eigenen Blog passiert, während Sie sich als Gastblogger woanders aufhalten. Wenn Sie für eine Woche als Gastblogger arbeiten und dafür Ihren eigenen Blog vernachlässigen, werden Sie aus den Lesern, die inzwischen auf Ihren Blog kommen keine regelmäßiger Leser machen Sie sollten sich gerade in der Zeit, in der Sie auf anderen Blogs posten, besonders gut um Ihren eigenen Blog kümmern, sonst versäumen Sie eine tolle Gelegenheit, neue Leser zu finden.
5. Seien Sie verlässlich – wenn Sie sich auf 1 Post pro Tag geeinigt haben, halten Sie sich daran! Wenn Sie sich verpflichtet haben, eine Artikelserie zu einem bestimmten Thema zu schreiben, ziehen Sie das auch bis zum Ende durch und lassen Sie die Serie nicht unbeendet in der Luft hängen.
Halten Sie Ihre Vereinbarungen nicht ein, lassen Sie damit den Blogger sowie auch seine Leserschaft im Stich und schaden letztendlich Ihrem eigenen Ruf. Es ist besser, weniger zu versprechen und sich daran zu halten, als zu hohe Erwartungen zu wecken und diese dann nicht erfüllen zu können.
6. Liefern Sie Mehrwert – sehen Sie Gastblogging nicht nur als Möglichkeit, mehr Leser für den eigenen Blog zu finden und diesen zu promoten. Das Prinzip des Gastbloggings ist, dass beide Seiten von dieser Interaktion profitieren – Sie als Gastblogger können Ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, aber Sie müssen dem Blogger und seinen Lesern auch wirklich etwas bieten.
Schreiben Sie Beiträge mit wertvollem Inhalt und Sie werden neue Fans unter den Lesern finden und vielleicht regelmäßig Gastbeiträge auf diesem Blog veröffentlichen können.
Ein guter Gastblogger hält sich an dieselbe goldene Regel, wie ein guter Gast im Allgemeinen: Hinterlassen Sie alles so (oder besser), wie Sie es vorgefundnen haben!