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Texter und Texterinnen werden nicht geboren

5. Juli 2007

In meiner Offline Marketing Karriere hatte ich laufend mit Werbe- und sonstigen Texten zu tun. Allerdings schrieb ich sie nicht selbst, das erledigten die TexterInnen unserer Werbeagenturen. Ab meinem Start ins Online Marketing schrieb ich meine Texte selbst… nicht ganz freiwillig. Ich wollte mein Geld nicht für die sündteuren, guten Texter ausgeben, doch auch keine lausigen Texte auf meinen Webseiten lesen müssen.

Ich begann daher, das Handwerk eines Texters zu erlernen – es hat Spaß gemacht und Erfolg gebracht – Dutzende Bestseller eBooks, zig Tausende Webseiten, Artikel, Newslettern, Wirkshops, Tutorials usw.

Heute weiss ich sehr genau, dass ich ganz bestimmte Dinge brauche, um gut und erfolgreich texten zu können. Einige davon habe ich hier aufgeschrieben:

1. Einen Grund, um zu texten
Ich texte, weil ich es gerne tue. Weil es mir Spaß macht und ich damit Geld verdiene. Ich schreibe Texte für Newsletter und Webseiten. Ich schreibe Artikel über so ziemlich alles, was mir im Internet auffällt und mich interessiert.

Das können Dinge sein, die anderen Leuten weiterhelfen. Oder Themen, die mich interessieren… mehr Besucher, Bloggen, AdWords etc. Daraus entwickelt sich meist ein Produkt (eBook, Workshop usw.)… und dann gibt es eine ganze Menge zu texten. Inhalt, Webseiten, Artikel, Titel, Newsletter, Schlagzeilen, Verkaufstexte usw.

Ich schreibe viel und tue es mit Begeisterung. Auch dann, wenn ich nicht immer weiß, wohin mich meine Texte führen werden. Ich vertraue meinem „Riecher“ und der Freude am Schreiben.

2. Eine/n Mitstreiter/in
Texten kann eine recht einsame Angelegenheit sein. Ich war dabei nie alleine. Ich habe im Laufe der Zeit eine Reihe von Kumpeln gefunden – männliche wie weibliche.

Nicht nur Texter/innen; aber lauter kreative Typen, die den Mut zum Außergewöhnlichen haben. Wir treffen uns am Telefon, kommunizieren über Email, treffen uns manchmal auch persönlich, so es die Zeit erlaubt. Reden über Erfolge ebenso wie über Misserfolge. Über das, was uns stark macht und über unsere Schwächen. Es ist diese Gemeinschaft, die mir oft die Kraft gibt, weiterzumachen. Die mir das Gefühl von Stärke gibt, selbst wenn dabei die Knie zittern.

3. Ein griffbereites Notizbuch
So wie ich meine Wohnung nie (oder fast nie) ohne Schlüssel verlasse, gehe ich nie ohne mein Notebook fort. Das ist mein Schmetterlingsnetz, mit dem fange ich all die Ideen ein, die im Laufe eines Tages so um mich herumfliegen.

Diese Ideen kommen zu jeder Tageszeit, häufig auch zu den  unpassendsten Gelegenheiten (zum Beispiel in der Schlange an der Supermarktkasse oder im Zahnarzt Stuhl).

Früher hatte ich diese Ideen, die an mir vorbei flogen, oft ignoriert. Heute weiß ich es besser. Daraus sind eine Menge  tolle Projekte hervorgegangen, neue Strategien ebenso wie plötzliche “Aha” Erkenntnisse.

4. Ein Lieblingskeyboard
Ich führe ein eher unstetes Leben zwischen Wien, Innsbruck, USA und Südamerika. Früher arbeitete ich mit PC und Notebook, doch ging mir die Umstellung von einen Keyboard zum anderen jedes Mal fürchterlich auf die Nerven. Heute ist das Notebook mein einziges Gerät. Ich brauche ein Handwerkszeug, das mir gut in der Hand liegt. Nur so kann ich mich auf meine Texte konzentrieren.

5. Eine Taschenlampe
Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf. Eine Idee ist da und verlangt nach sofortiger Action. Was immer es auch sein mag, ich MUSS mich damit beschäftigen. Das ist der einzige Weg, um wieder einschlafen zu können. Wenn nicht, würde mich das ständig weiter beschäftigen und wach halten.

Ich hasse es allerdings, in so einer Situation das Licht anzudrehen, um eine Erinnerung in mein Notizbuch einzutragen. Das ist zu hell und würde nicht nur mich aufwecken. Außerdem habe ich bemerkt, dass diese nächtlichen Eindringlinge die Dunkelheit bevorzugen – dort werden sie leichter gesehen, gehört und verstanden. Daher greife ich zu einer kleinen Taschenlampe. Deren Lichtstrahl bringt ein warmes, sanftes Gelb, das die Dunkelheit nur etwas zur Seite schiebt. Ich mache mir meine Notizen und schalte sie sofort wieder aus – drehe mich um und schlafe ein. Leicht und schnell.

6. Schokolade
Ich brauche weder Ruhm noch Reichtum, doch ich brauche Schokolade. Für mich ist sie wie Sauerstoff – ich atme sie seit meiner Kindheit ein.

Sobald ich zu schreiben beginne, liegt immer irgendeine Schokolade neben mir, auch in Form von Riegel, Keks oder Kuchen. Ich zerteile sie in kleine, mundgerechte Stücke – so reduziert sich die Unterbrechung beim Schreiben auf ein Minimum. Meine Finger verlassen das Keyboard nur für den Bruchteil von Sekunden, grapschen ein Stück, schieben es mir in den Mund – und schon bin ich wieder am Schreiben.

Schokolade ist wohl keine Gehirnnahrung, für mich ist sie einfach Treibstoff. Sie bringt jede Zelle meines Körpers zum Lächeln und lässt mich – wenn auch nur für einen Augenblick – vergessen, dass es Termine gibt, die einzuhalten sind.

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