Leseprobe - Kartoffel kochen

25. August 2007

Die geschälten Kartoffeln in gleich große Stücke schneiden und in einen Kochtopf geben. Die Kartoffeln mit Wasser bedecken, einen viertel bis einen halben Teelöffel Salz ins Wasser tun.

Die Salzmenge richtet sich nach der Anzahl der Kartoffeln. Für 2 Personen (also ca. 8 mittelgroße Kartoffeln rechne ich da, das sind so ca. 400-500 Gramm) reicht ein halber TL. Je nach Menge mehr Salz nehmen.

Lieber im Zweifel etwas weniger salzen, man kann sogar Kartoffeln versalzen. Besonders, wenn man verliebt ist!

Zum Schluß gebe ich auf das Kartoffelwasser obendrauf einen kleinen Stich Butter. Die schwimmt dann obenauf, solange das Wasser noch kalt ist. Das hat mir meine Mutter so beigebracht: Dann kocht das Kartoffelwasser nicht so leicht über.

Die Herdplatte voll anheizen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze so viel kleiner drehen, dass das Wasser leicht weiter kocht. Ab diesem Zeitpunkt die Kartoffeln ungefähr eine viertel Stunde kochen lassen.

Zur Probe, ob die Kartoffeln schon gar sind, nehme ich ein kleines Küchenmesser und stecke es in eine gekochte Kartoffel. Am Widerstand beim Einstechen merke ich, wie weit die Kartoffel schon weich ist.

Wenn innen noch ein harter Kern ist, weiterkochen lassen, bis die Messerprobe ergibt, dass die Kartoffel durchgegart ist.

Dann nehme ich die Kartoffel, die unten am Messer hängt, mit dem eingesteckten Messer hoch und schüttle das Ganze leicht mit viel Gefühl. Wenn sie gar ist, fällt sie quasi von selbst vom Messer wieder ins Kochwasser (Achtung, auf Spritzer aufpassen). Wenn sie noch nicht gar ist, bleibt sie am Messer stecken.

Wenn die Messerprobe noch nicht hinhaut, weil man das Gefühl noch nicht entwickelt hat: eine Kartoffel rausnehmen, auf einem kleinen Teller halbieren und kosten. Vorsicht, heiß! Nun merkt man, ob sie schon gut ist oder noch nicht ganz durch ist.

Wenn die Kartoffeln gar sind, muß das Kochwasser abgegossen werden. (Nicht vergessen, die Herdplatte auszustellen). Achtung heiß! Man kann sich am Topf selbst und am entweichenden Wasserdampf verbrühen!

Damit man sich nicht am Topf oder am Wasser verbrüht, nehme ich grundsätzlich zum Kartoffeln abgießen zwei Topflappen oder ziehe mir an beiden Händen Kochhandschuhe an.

Den Topf mit Topflappen vom Herd nehmen. Neben die Spüle stellen. Jetzt den Topfdeckel so auf den Topf setzen, dass in Gießrichtung ein Spalt entsteht. Den Topf an beiden Griffen nehmen und mit den Topflappen gleichzeitig von oben den Deckel fest mit beiden Händen auf den Topf drücken. Durch den Spalt sodann das heiße Wasser in die Spüle abgießen.

Es gibt noch eine gute Technik zum Abgießen: ich falte ein Küchenhandtuch der Länge nach zusammen und lege es über den Deckel, bis über die Topfgriffe. Dann schiebe ich die Enden unter die Griffe, fasse dort an und halte mit den Daumen über dem Handtuch den Deckel fest.

Wenn das Wasser abgegossen ist, setze ich den Topf ohne Deckel noch mal auf die abgestellte Herdplatte. Dabei stehen bleiben und aufpassen, dass die unteren Kartoffeln nicht anbrennen. Das klappt gut, wenn man den Topf leicht schwenkt, so als ob man in der Bratpfanne einen Pfannkuchen wenden will.  Dann verdampft das restliche Wasser, was beim Abgießen immer im Topf verbleibt, und die Kartoffeln werden dann besonders trocken und schmackhaft.

Abdämpfen nennt meine Mutter das.

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