OK, OK, das ist etwas aggressiv formuliert. Doch ist das nicht die Wahrheit? Machen Sie das richtig, so folgt alles andere von selbst. Machen Sie es falsch, so scheitern Sie, auch wenn alles andere noch so perfekt sein mag.
Haben Sie sich schon einmal auf einer Party mit jemanden unterhalten, der nur von sich selbst spricht? Ziemlich nervig, nicht wahr? Respektieren Sie diese Person? Fühlen Sie sich wohl mit ihr? Denken Sie, so jemand nimmt Sie wichtig? Oder das, was für Sie wichtig ist? Wollen Sie überhaupt dort sein? Träfen Sie diese Person wieder, würden Sie dann wieder Zeit mit ihr verbringen wollen, oder würden Sie sich nach dem nächsten Baum umsehen, um sich dahinter zu verstecken?
Was hat diese negativen Gefühle ausgelöst? Sicher nicht, wie diese Person gekleidet war. Auch nicht, woher sie kam; oder ihr Job; oder die Begleitung. Nein, es waren die Worte.
Und nun werfen wir einen Blick auf die Worte Ihrer Website/Blog. Sprechen Sie dort über die wundervollen Möglichkeiten, wie Ihre Besucher von Ihren Produkten oder Angeboten profitieren können, oder reden Sie über sich selbst, über die tollen Eigenschaften Ihres Produktes und Service oder Ihre Firma?
Ist Ihnen klar, dass die Worte, die Sie dort verwenden und wie Sie diese einsetzen, Ihren Besuchern sagen, worauf Ihr Fokus liegt? Sie möchten doch, dass Ihre Besucher auf Ihrer Seite bleiben und das machen, was Sie wollen?
Dann sprechen Sie über sie, über ihre Wünsche, und wie sie diese erfüllen können. Verwenden Sie eine Kunden-orientierte Sprache. Ansonsten werden Ihre potentiellen Kunden Sie für den von sich selbst eingenommenen Gast der Party halten. Es mag ja sein, dass Sie das nicht sind, doch es sind Ihre Worte, nach denen man Sie beurteilt.
Analysieren Sie Ihre Seiten nach selbstbezogenen Wörtern, wie “Ich”, “Wir”, “Unser” und Ihren Firmennamen (der ähnlich wie “wir” funktioniert), und dann nach kundenbezogenen Worten wie „Sie“ und „Ihre“. Versetzen Sie sich in die Situation eines möglichen Kunden. Haben Sie das Gefühl, dass man sich hier auf Sie konzentriert?
Das wichtigste auf Ihren Seiten ist das Verhältnis der kundenbezogenen Worte zu den selbstbezogenen Wörtern. Verwenden Sie diese Methode, um Ihre Seiten und Beiträge zu evaluieren; betrachten Sie Ihre Seite durch die Brille Ihrer Kunden.
Wahrscheinlich werden auch Sie zu hilfreichen Ergebnissen kommen. Sie werden feststellen, dass Splash Sites oder Flash Intros (so Sie das verwenden) schlecht punkten. Meist sind Werbeagenturen und Webdesigner daran schuld. Und unprofessionelle Unternehmer. Heraus kommen Seiten, die dem Besucher das aufzuzwingen versuchen, was die Firma will, anstatt dem Besucher das zu geben, wonach er sucht.
Setzen Sie sich die Brille Ihrer Zielgruppe auf und lesen Ihre Texte. So werden Sie zu verstehen beginnen, welches Gefühl Sie den Leuten vermitteln, von denen Sie möchten, dass sie Ihre Kunden werden. Und dann schreiben Sie Kunden-orientierte Texte.
Testen Sie Ihre Texte mit Google AdWords. Testen Sie alle Einzelelemente Ihrer Seite – Schlagzeile, erster Absatz, Copy, USP, Handlungsaufforderung…
Ändern Sie solange, bis Ihre Besucher das Gefühl bekommen, dass der einzige Fokus dieser Seite die Erfüllung ihrer Wünsche ist.