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Der NETwork Marketing Rebell – “Ich brauchte Erfolg, und ich brauchte ihn schnell”

13. Dezember 2007

“Ich habe das MLM Geschäft von der Picke auf kennen gelernt. 2004 warf ich mich mit 150% Einsatz in eine neue Geschäftsmöglichkeit, von der ich überzeugt war, dass sie mir DIE Chance bot. Es war vorallem der ‘revolutionäre’ Verdienstplan, der mich so faszinierte, dass es mir völlig unmöglich schien, damit nicht erfolgreich zu werden (ein RIESEN Fehler, wie sich bald herausstellte).

Ich brauchte damals dringend ein Erfolgserlebnis, da ich durch den Konkurs meines Arbeitgebers mit 48 Jahren meinen Job als Einkäufer verloren hatte und keine vergleichbare Anstellung mehr finden konnte – zu alt!

Mein Schiff war am Sinken und ich konnte mir keine Fehlschläge leisten.

Ich brauchte Erfolg und ich brauchte ihn schnell…

Ich nahm daher meinen neuen Network Marketing Job sehr ernst und las alles über diese Vertriebsform, was ich in die Hände bekam. Ich…

  • Las jede Menge eBooks…
  • Hörte im Auto nur mehr Audio Schulungen…
  • Versäumte keine einzige Trainingsveranstaltung dieser Firma…
  • Nahm an allen Team Meetings und Events teil…
  • Holte aus den „Führungskräften“ meiner Upline alles an Wissen und Rat heraus, was ich bekommen konnte…
  • Klebte die Wände meiner Wohnung mit motivierenden Ziel-Plakaten und Bildern der tollen Dinge voll, die ich mir leisten würde, sobald ich es geschafft habe…
  • Und… am Wichtigsten… ich tat alles, was ich tun sollte, und zwar exakt so, wie man es mir aufgetragen hatte.

Ich erstellte meine Namensliste… kontaktierte jede einzelne Person daraus… zeigte jedem und jeder den Plan… rief Empfehlungen an… traf mich mit Leuten (um sie zu beeindrucken) im teuren Hilton Hotel (immerhin, eine Geschäftsausgabe!)… rief noch mehr Referenzen an… hielt jede Menge Meetings bei mir zu Hause ab…

ZEIGTE DEN PLAN… brachte die Leute zu den Hotel Meetings… verteilte Visitenkarten… zeigte den Plan noch mehr Leuten… sprach jeden an, der atmete… setze alle Referenztechniken ein, die man mich gelehrt hatte… rief so viele Leute an, dass die Nummern auf den Tasten meines Telefons nicht mehr zu sehen waren… kurz um, ich tat alles, was man tun konnte, um Kontakte herzustellen. (Habe ich erwähnt, dass ich jedem den Plan zeigte?)

Ich selbst verkaufte gut und gewann sogar Wettbewerbe (nicht nur einmal!)… ich war der Typ, den jeder gerne in seiner Organisation hätte.

Es gab nur ein kleines Problem.

Nach 18 Monaten, in denen ich mir den A…. aufgerissen hatte, war ich dem Ziel, mir über meine Downline ein passives Einkommen aufzubauen, um nichts näher gekommen, als beim Start. Stellen Sie sich das vor.

OK, ich hatte ein kleine Organisation aufgebaut. Doch deren Ergebnisse brachten mich nicht zum Jubeln. Ich bekam zwar ein paar Provisionen, doch die waren mehr als gering und standen in keinem Verhältnis zu meinen Ausgaben.

Ich konnte mir einfach nicht erklären, warum es bei mir nicht funktionierte. Ich tat alles, was man mir gesagt hatte und noch mehr.

Doch am Ende von 18 mörderisch anstrengenden Monaten…

Hatte ich die Schnauze voll von diesen “fake it till you make it” (den Erfolgreichen vorzugaukeln) Spielchen der Donnerstag Abend Meetings, an denen jeder sein “Erfolgsgesicht” aufsetzte, obwohl es bei keinem richtig lief.

Mir gingen meine “Führungskräfte” auf die Nerven, ihr ewiges “Sprich mit mehr Leuten”, “Ruf mehr Referenzen an” etc. hing mir zum Halse heraus, da ich wusste, dass dies nicht das Problem war.

Ich war ganz einfach frustriert! Egal was ich tat, egal wie hart ich arbeitete, egal wie sehr ich mich auch bemühte, ein Vorbild zu sein… meine Leute machten es mir nicht nach. Und…

Ich hatte ein Menge Geld ausgegeben. Sowohl für Kontaktadressen (die ich genauso gut aus dem Telefonbuch hätte abschreiben können) als auch für „Firmen-Training”, das in Wahrheit nicht mehr bot, als Motivationsgeschichten und Lobgesängen auf das großartige Unternehmen.

Ich war gegen eine Wand gelaufen und alles was mir meine Upline an Rat geben konnte war… „Geh noch mal durch deine Namensliste.”

Sorry, doch 4 Mal ist genug. Danke.

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