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10 Wege eine Schreib Blockade aufzuheben

5. Juli 2007

So eine Sperre hat jeden Autor irgendwann einmal getroffen. Hemingway und Böll ebenso wie Online Publizisten, z.B. vor dem Verfassen des ersten Blog Beitrages oder in der Mitte eines eBooks. Ich weiss, wovon ich spreche. Ich habe mich umgehört und 10 erfolgversprechende Wege gefunden, wie sich so eine Schreib Blockade wieder aufheben lässt – probieren Sie aus, welcher Ihnen hilft, falls es Sie erwischt:

1. Haben Sie Druck von außen?
Stehen Sie unter körperlichem oder emotionalem Stress? Machen Sie gerade eine Diät? Brauchen Sie mehr Schlaf? Erholsamen Schlaf? Falls das länger anhält, gehen Sie zum Arzt, bevor Sie die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren, noch ganz verrückt macht.

2. Starten Sie mit Brainstorming
Schreiben Sie alle Ansätze nieder, an die Sie bisher gedacht oder an denen Sie bereits gearbeitet haben oder noch arbeiten. Das mag im ersten Aufenblich vielleicht nicht besonders hilfreich klingen, doch im Laufe dieses Prozesses werden Sie bald feststellen, dass Ihnen eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Ideen einfallen, an die Sie bisher noch nicht gedacht haben. Und genau das kann der Anstoß sein, den Sie brauchen, um ins Laufen zu kommen.

3. Beginnen Sie mit „leichter Kost“ 
Starten Sie Ihre „Schreib Session“ mit einer leichten Aufgabe – einem Brief, einer Einkaufsliste, einem Rezept, einer „zu erledigen“ Liste. Schreiben Sie i- „frei“ und ohne Druck – Dinge, die Ihnen gerade einfallen.

Und ERST DANN gehen Sie an Ihre Story, an Ihr eBook oder Ihren Blog Beitrag. Sie werden – wie viele vor Ihnen auch – die Erfahrung machen, dass so eine halbe Stunde das besten Aufwärmen vor dem Start einer „Schreib Session“ ist.

4. Nehmen Sie ein „Time out“
Nur Sie können beurteilen, wie lange diese Pause sein sollte. Manchmal braucht auch Ihr Unterbewusstsein eine Erholungsphase -  einen Tag, eine Woche oder ein Monat. Hören Sie auf Ihr Gefühl, auf Ihren Instinkt. Vielleicht befürchten Sie ja, dass Sie nach einer Pause nie wieder starten werden? Okay, doch wissen Sie was das heisst? Dass Sie das, was Sie jetzt tun, nicht genügend MÖGEN, um es nach einer Pause wieder aufzunehmen.
 
Schreiben sollte nicht zur Qual werden – falls das auf Sie zutrifft, suchen Sie sich besser einen Job oder ein Hobby, das Ihnen mehr Freude macht.

5. Sehen Sie sich die letzten Seiten noch einmal an
Gehen Sie zehn oder zwanzig Seiten zurück und überarbeiten Sie diese Seiten. Oder Sie schreiben die letzte Seite neu, vielleicht stimuliert das neue Ideen.

6. Der „Karotten und Stock“ Trick – belohnen Sie sich!
Sie kennen doch sicher den Trick, wie man einen Esel zum Laufen bringt… man hält ihm eine Karotte vor das das Maul, die an einem Stock baumelt. Machen Sie es genau so. Versprechen Sie sich eine Belohnung – eine Schokolade vielleicht? Einen Kinobesuch? Neue Kleider? Einen Trip nach Bali?

Setzen Sie sich ein Ziel und eine Belohnung fürs Erreichen!

7. Sie brauchen Druck?
Manche von uns sind nur unter Druck produktiv. Ob das auch auf Sie zutrifft, werden Sie schnell herausfinden, wenn Sie einmal an Ihre Schulzeit zurückdenken, an die Hausaufgaben und Prüfungen.

Können Sie Ihre volle Leistung tatsächlich nur unter Druck bringen, so setzen Sie sich Termine! Doch Vorsicht – diese Termine sollten mit Anstrengung zu schaffen, und nicht unrealistisch sein. Sonst machen Sie sich selbst zum Versager.

8. Ändern Sie Zeit/Umgebung
J.K. Rowling schrieb ihren ersten Harry Potter in langen Cafehaus Sitzungen. Hemingway saß auf der Insel Torcello bei Vendeig im Garten.

Versuchen Sie es doch mit einer Veränderung der Umgebung. Wechseln Sie zum Beispiel von zu Hause in eine Bibliothek; schreiben Sie am frühen Morgen statt am Abend; am Küchentisch statt am Ecktisch im Schlafzimmer usw.

9. Meditieren Sie oder gehen Sie spazieren
Manchmal reicht es schon, wenn Sie sich an der frischen Luft bewegen oder irgendwo ruhig sitzen und die Gedanken einfach laufen lassen. Oder auch nicht. Vielleicht möchten Sie sich ja nur einmal ausblenden und an gar nichts denken.

10. Immer WEITERGEHEN … erinnern Sie sich noch an Forrest Gump?
Sie wollen nicht mehr schreiben? Überhaupt nicht mehr?

OK. Dann lassen Sie es bleiben, gehen Sie einfach weiter, immer weiter. Ohne zu schreiben. Niemand sagt, dass Sie schreiben müssen. Warum schreiben, wenn es Sie unglücklich macht? Vielleicht macht sie das ja auch in der Zukunft – IMMER – unglücklich. Ist das der Fall, so lassen Sie es bleiben. So einfach ist das.

Aber … vielleicht nervt Sie das Schreiben nur JETZT? Hat es Ihnen in der Vergangenheit Spaß bereitet? Glauben Sie, dass das die Freude wiederkommen wird?

Dann ist es wohl das Beste, Sie verabschieden sich von Ihrem Computer für eine Weile. Kehren Sie erst wieder an die Tastatur zurück, wenn Sie es OHNE zu schreiben nicht mehr aushalten.

Das ist die beste Medizin gegen eine Schreib-Blockade.

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